Mit einem neuen internationalen Musikpreis setzen die Daphne Awards ein kraftvolles Signal für künstlerische Exzellenz und kulturelle Verantwortung. In einer glanzvollen Gala im Tivoli-Konzertsaal in Kopenhagen wird einer der höchst dotiertesten Musikpreise der Welt verliehen. Geehrt werden Lang Lang, Jonathan Tetelman und Serena Sáenz. Mit dieser Verleihung treten die Daphne Awards als eigenständige internationale Auszeichnung ins Rampenlicht.

Musik mit Blick nach vorn

Die Daphne Awards begreifen Musik nicht als museales Erbe, sondern als vibrierende Gegenwartskraft. Sie bewegt Menschen, stiftet Gemeinschaft und eröffnet neue Perspektiven. Musik kann trösten, aufrütteln, inspirieren – und Räume schaffen für Empathie, Erkenntnis und echten Dialog.

Im Zentrum steht die Überzeugung, dass künstlerische Erfahrung und geistige Auseinandersetzung sich gegenseitig beflügeln. Nicht als starres Dogma, sondern als offene Haltung: neugierig, verantwortungsbewusst und zukunftsgerichtet. Die Daphne Awards sind bewusst als lebendiges Format angelegt – entwicklungsfähig, reflektiert und offen für neue Impulse.

Mit einem Gesamtpreisgeld von 850.000 Euro zählen sie zu den höchstdotierten Musikpreisen weltweit.

Mit Bühnenpräsenz und technischer Reife brilliert Serena Sáenz auf den Opernbühnen Europas © Dovile Sermokas
Mit Bühnenpräsenz und technischer Reife brilliert Serena Sáenz auf den Opernbühnen Europas © Dovile Sermokas

Eine Ehrung für außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten

Der erste Daphne Music Award, dotiert mit 650.000 Euro, geht an Lang Lang. Kaum ein anderer Pianist hat die klassische Musik in den vergangenen Jahrzehnten so wirkungsvoll über Konzertpodien hinausgetragen – in Schulen, Medien und digitale Formate. Seine künstlerische Energie und weltweite Ausstrahlung haben ein Millionenpublikum erreicht und begeistert.

Mit dem Next Generation Award (je 100.000 Euro) werden Serena Sáenz und Jonathan Tetelman ausgezeichnet – zwei Stimmen ihrer Generation mit rasanter internationaler Karriere. Sáenz überzeugt mit technischer Brillanz und expressiver Bühnenpräsenz an führenden Opernhäusern Europas. Tetelman fasziniert weltweit mit warmem Timbre, stilistischer Souveränität und emotionaler Intensität.

Die Auswahl der Preisträger folgt klaren Maßstäben: künstlerische Exzellenz, internationale Strahlkraft und persönliche Integrität. Gesellschaftliches Engagement kann eine Rolle spielen – entscheidend bleibt jedoch die künstlerische Substanz.

Jonathan Tetelman zählt zu den gefeierten Ausnahmetenören der Stunde © Ruben Plasencia
Jonathan Tetelman zählt zu den gefeierten Ausnahmetenören der Stunde © Ruben Plasencia

Die Preisverleihung im Glanz einer Gala

Der Tivoli-Konzertsaal mit seinen 1.600 Plätzen bietet den festlichen Rahmen für einen Abend voller Höhepunkte. Das Tivoli Copenhagen Philharmonic Orchestra spielt unter der Leitung der mexikanischen Dirigentin Alondra de la Parra, die selbst für künstlerische Exzellenz und soziales Engagement in ihrem Heimatland steht. Auf dem Programm steht unter anderem das Zweite Klavierkonzert von Sergei Rachmaninow, selbstverständlich interpretiert vom Preisträger Lang Lang. Tetelman und Sáenz präsentieren Arien und Duette, die ihre stimmliche Ausdruckskraft leuchten lassen. Orchesterwerke von Leonard Bernstein bis hin zu Arturo Marquéz Danzón Nr. 2  runden den Abend ab und bieten dem Orchester die Chance, ihr Klangspektrum zu entfalten.

Die Daphne Awards werden in einem Galakonzert mit dem Tivoli Copenhagen Philharmonic Orchestra überreicht © Kim Matthaei Leland
Die Daphne Awards werden in einem Galakonzert mit dem Tivoli Copenhagen Philharmonic Orchestra überreicht © Kim Matthaei Leland

Ausblick

Mit der ersten Ausgabe der Daphne Awards wird ein neues internationales Forum für musikalische Exzellenz auf höchstem Niveau etabliert. Die zukünftige Entwicklung des Formats wird eigenständig, reflektiert und mit konzeptioneller Klarheit gestaltet – bewusst offen für Perspektiven, die künstlerische Tiefe und gesellschaftliche Relevanz in einen produktiven Zusammenhang setzen.

Aufmacherbild: © Sonja Müller