Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 hat sich die Telekom Beethoven Competition als ein Glanzpunkt im internationalen Musikleben etabliert. Initiiert von der Deutschen Telekom AG unter der künstlerischen Leitung von Professor Pavel Gililov, steht sie seit 2012 in enger Verbindung mit dem Beethovenfest Bonn. Der Wettbewerb richtet sich an Pianistinnen und Pianisten zwischen 18 und 32 Jahren, die sich nicht nur durch Virtuosität, sondern auch durch eine tiefgehende interpretatorische Auseinandersetzung mit Beethovens Werk auszeichnen. Doch die Competition geht über das klassische Repertoire hinaus: Sie stellt die Musik des Bonner Meisters in einen lebendigen Dialog mit anderen Epochen und musikalischen Ausdrucksformen.
Vielschichtige Wettbewerbsphasen
Bereits in der Bewerbungsphase müssen die Teilnehmenden ihr künstlerisches Profil auf vielfältige Weise unter Beweis stellen. Neben der Interpretation einer der letzten drei Beethoven-Sonaten gehört auch die Darbietung eines Präludiums und einer Fuge von Johann Sebastian Bach zum Pflichtprogramm. Darüber hinaus erhalten sie durch Videobotschaften die Gelegenheit, persönliche Einblicke in ihr Musikerleben zu geben – sei es mit besonderen Konzertmomenten oder ihren individuellen Ritualen vor einem Auftritt.
Die Telekom Beethoven Competition 2025 beginnt am 4. Dezember mit einem festlichen Welcome-Konzert, gefolgt von drei Wettbewerbsrunden zwischen dem 5. und 10. Dezember. Ein Novum in der zweiten Runde setzt ein wichtiges Zeichen: Erstmals sind Komponistinnen im Pflichtrepertoire vertreten – ein längst überfälliger Schritt in der Wettbewerbslandschaft. Die dritte Runde, das Halbfinale, rückt zudem Werke des 20. Jahrhunderts in den Fokus. Drei Musikerinnen oder Musiker qualifizieren sich für das Kammermusikfinale, in dem sie neben einem Beethoven-Klaviertrio auch ein zeitgenössisches Werk präsentieren. Begleitet werden sie dabei von zwei renommierten Musikern des Beethoven Trio Bonn – Mikhail Ovrutsky (Violine) und Grigory Alumyan (Violoncello).
Orchesterfinale mit einem Beethoven-Konzert
Den glanzvollen Höhepunkt des Wettbewerbs bildet das große Orchesterfinale am 13. Dezember. Die drei besten Pianistinnen und Pianisten interpretieren ein Beethoven-Konzert, begleitet vom Beethoven Orchester Bonn. Zwei Werke haben sie vorbereitet – welches sie spielen, entscheidet die Jury am 10. Dezember. Für die musikalische Leitung konnte mit Oksana Lyniv eine der aufstrebendsten Dirigentinnen unserer Zeit gewonnen werden. Die Ukrainerin, bekannt als erste weibliche Chefdirigentin des Teatro Comunale di Bologna und Pionierin der Bayreuther Festspiele, engagiert sich mit großer Leidenschaft für den musikalischen Nachwuchs und verleiht dem Finale eine besondere Strahlkraft.

Neben den Hauptpreisen – 50.000 Euro für den ersten, 25.000 Euro für den zweiten und 10.000 Euro für den dritten Platz – winken zahlreiche Sonderauszeichnungen. Dazu zählt der Preis für die beste Interpretation eines Klavierkonzerts sowie der Kammermusikpreis des Beethoven Trio Bonn, dotiert mit 2.000 Euro. Erstmals wird zudem ein Preis für die herausragendste Interpretation eines Werks einer Komponistin verliehen – ein zukunftsweisender Akzent in der Wettbewerbswelt. Doch finanzielle Unterstützung ist nur ein Teil der umfassenden Förderung: Die Telekom Beethoven Competition investiert zusätzlich 10.000 Euro in künstlerische Projekte der Erstplatzierten und eröffnet ihnen entscheidende Karrieremöglichkeiten. Dazu gehören ein Debüt beim Beethovenfest Bonn 2026, eine Konzerttournee mit der Klassischen Philharmonie Bonn durch mehr als zehn deutsche Städte sowie Auftritte im Rahmen des Steinway Prizewinner Concerts Network in renommierten Sälen wie der Elbphilharmonie Hamburg und der Tonhalle Düsseldorf.
Für die Öffentlichkeit frei zugänglich
Die Wettbewerbsrunden sind für die Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich. Der Vorverkauf für das Welcome-Konzert sowie für das Kammermusik- und Orchesterfinale beginnt am 6. September. Dank weltweiter Streaming-Angebote kann das gesamte Wettbewerbsereignis zudem online verfolgt werden – über die Website der Telekom Beethoven Competition sowie auf MagentaTV.
Wer sich die Wartezeit verkürzen möchte, sollte sich den 14. Juni vormerken: Dann lädt die Telekom Beethoven Competition zur Preisträgersoiree in den Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses Bonn ein. Hier werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Ausgabe offiziell vorgestellt, begleitet von einem Konzert der Preisträger von 2023 – Lovre Marušić (Zweitplatzierter) und Zhouhui Shen (Drittplatzierte). Ihr Programm umfasst Meisterwerke von Beethoven, Sibelius, Chopin und Dutilleux.
Zusätzlich bietet eine halbstündige Videodokumentation der vergangenen Ausgabe faszinierende Einblicke hinter die Kulissen und macht die Magie des Wettbewerbs auch digital erlebbar. Somit ist die Telekom Beethoven Competition nicht nur ein Fest der Klavierkunst, sondern auch eine Plattform für musikalische Begegnungen und die Entdeckung herausragender Talente.
Aufmacherbild: © Norbert Ittermann