Seit 63 Jahren unterstützt die Sparkassen-Finanzgruppe Jugend musiziert auf allen Ebenen – vom Regionalwettbewerb über die Landeswettbewerbe bis hin zum Bundeswettbewerb. Von Beginn an begleitet die Sparkassen-Finanzgruppe den Wettbewerb und ist seit 1991 dessen Hauptsponsor. Die enge Verbundenheit mit der wichtigsten Institution der musikalischen Nachwuchsförderung in Deutschland ergibt sich dabei nahezu von selbst: Jugend musiziert entdeckt und entwickelt nicht nur gezielt Talente und musikalische Begabungen, sondern eröffnet vielen jungen Musikerinnen und Musikern zugleich Perspektiven für eine spätere professionelle Laufbahn. Darüber hinaus entfaltet der Wettbewerb eine breite gesellschaftliche Wirkung, indem er Kinder und Jugendliche dazu anregt, ihre Freizeit kreativ und sinnvoll mit Musik zu gestalten. Musizieren fördert Fantasie, Gemeinschaftssinn und das Vertrauen in die eigene Wirksamkeit – und wird so zu einem wichtigen Bestandteil persönlicher Entwicklung. Genau diese Leidenschaft zur Selbstentwicklung will die Sparkassen-Finanzgruppe fördern.

So vielfältig wie das Leben selbst – Familienensembles

Ein besonderer Preis wird im Rahmen des Bundeswettbewerbs an das beste Familienensemble vergeben. Geehrt werden junge Musikerinnen und Musiker, die innerhalb ihrer Familie gemeinsam musizieren und diese Form des Zusammenspiels künstlerisch pflegen. Im vergangenen Jahr beeindruckten in Wuppertal etwa die Geschwister Valentin Leonhard und Kilian Thomas Pommée die Jury. Als Gitarrenduo erhielten sie im Beisein der nordrhein-westfälischen Kulturministerin Ina Brandes und Axel Jütz von der Wuppertaler Sparkasse den mit 5.000 Euro dotierten Preis.

Bereits zwei Jahre zuvor überzeugten vor allem die damals 13-jährigen Zwillinge Simeon und Ruvim Arestov aus Karlsruhe die Jury in der Kategorie „Violoncello und Klavier“. Vor drei Jahren wiederum ging die Auszeichnung an das Quartett der Familie Maiwald. Das Streicherensemble aus Wiesbaden, dessen Mitglieder damals zwischen elf und siebzehn Jahren alt waren, nahm den Preis in Zwickau von Dr. Heike Kramer entgegen, Leiterin der Abteilung Gesellschaftliches Engagement des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands. Sie hob hervor, dass Musik Menschen verbinden und emotional berühren könne – besonders intensiv dann, wenn gemeinsam mit Geschwistern musiziert werde. Hier gehe es um familiären Zusammenhalt, um gemeinsames Ausprobieren und gegenseitige Motivation.

Auch in diesem Jahr wird der Preis im Rahmen des Bundeswettbewerbs verliehen, der 2026 in Regensburg und München stattfindet. In rund 950 Wertungsspielen werden etwa 1.900 Jugendliche erwartet. Die Übergabe der Urkunde für den Familienpreis erfolgt im Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger am Sonntag, den 31. Mai, um 11 Uhr im Vielberth-Gebäude der Universität Regensburg.

Die Geschwister Valentin Leonhard und Kilian Thomas Pommée gewannen in Wuppertal als Gitarrenduo den Preis für das beste Familienensemble © Oliver Borchert
Die Geschwister Valentin Leonhard und Kilian Thomas Pommée gewannen in Wuppertal als Gitarrenduo den Preis für das beste Familienensemble © Oliver Borchert

Nach dem Wettbewerb

Doch wie geht es nach dem Wettbewerb weiter? Viele Preisträgerinnen und Preisträger träumen davon, eines Tages gemeinsam mit großen Künstlerpersönlichkeiten auf der Bühne zu stehen. Mit der Konzertreihe „Meisterschüler– Meister“ wird dieser Wunsch Wirklichkeit. Der Sparkassen-Kulturfonds initiierte das Programm im Jahr 2009 gemeinsam mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Der Erfolg des Formats war so groß, dass inzwischen auch andere Festivals, darunter das Rheingau Musik Festival, das Konzept übernommen haben. Internationale Künstlerinnen und Künstler erarbeiten gemeinsam mit ehemaligen Jugend musiziert-Preisträgerinnen und -Preisträgern Konzertprogramme, die anschließend gemeinsam aufgeführt werden.

Am Puls der Zeit

Auch wenn es bei Jugend musiziert um Spitzenleistungen und außergewöhnliche Talente geht, versteht sich der Wettbewerb keineswegs als elitäres Förderprojekt. Bereits die Wettbewerbe auf Regional- und Landesebene wirken weit über die eigentlichen Wertungsspiele hinaus: Als Begegnungsorte für Musizierende, Lehrkräfte und Jurys bereichern sie das kulturelle Leben vieler Städte und Gemeinden in ganz Deutschland.

Dass der Wettbewerb zugleich aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aufgreift, zeigt sich auch in der diesjährigen Ausgabe. So bietet Jugend musiziert erneut begleitende Workshops mit Fokus auf mentale und physische Gesundheit an und reagiert damit auf den hohen Bedarf vieler Jugendlicher an Austausch und Unterstützung in diesen Bereichen. Im Rahmen eines Social-Media-Workshops erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundeswettbewerbs zudem die Möglichkeit, eigene Inhalte rund um den Wettbewerb gemeinsam mit Medienprofis weiterzuentwickeln. Entstandene oder geplante Videos und Fotos können besprochen, redaktionell begleitet und anschließend über die offiziellen Social-Media-Kanäle veröffentlicht werden.

Die Vielfalt der vertretenen Instrumente zeigt darüber hinaus, wie unterschiedlich die Wege in die Welt der Musik sein können. Im Fokus des diesjährigen Wettbewerbs stehen als Solokategorien Klavier, Harfe, Gesang, Pop-Schlagzeug und Pop-Gitarre sowie verschiedene Ensemblewertungen für Holzblasinstrumente und Streicher.

Aufmacherbild: © Oliver Borchert